Aktuelles

03.11.2025

Gefälligkeitsgutachten gegen Stimmvolk und Umwelt

Der sogenannte Weidmann-Bericht schlägt vor, einige Autobahnen aus- und neu zu bauen. Die durchgehende Oberland-Autobahn ist eine davon. Wachstumsprognosen an allen Fronten sind die Grundlage. Das ist ganz im Sinne des Vorstehers des Umwelt-, Verkehrs-. Energie- und Kommunikationsdepartements UVEK, Bundesrat Rösti, der dieses Gutachten genau so bestellt hat.

Abgesehen von groben wissenschaftlichen und verkehrsplanerischen Fehlern im Gutachten liegt das Problem aber hauptsächlich im undemokratischen Verhalten des Bundesrats.

Das aus den USA importierte Autobahn-System stösst in unserem kleinen Land an seine Kapazitätsgrenzen. Auch wenn noch versucht wird, diese Grenzen mit dem stückweisen Aus- und Neubau, der Inanspruchnahme von Pannenstreifen und Tempo-80 hinauszuschieben, ändert sich an den Endpunkten, in den Städten und Ortschaften, die Situation mit dem überbordenden Motorfahrzeugverkehr nichts mehr zum Besseren.

Dennoch drückt der Bundesrat, notabene gegen den Entscheid des Stimmvolks vom November 2024 darauf, das Autobahnnetz auszubauen. Als Vertreter des Auto- und Erdöl-Business hat sich Magistrat Rösti jetzt vermeintlich wissenschaftlichen Beistand geholt. Und siehe da, ein willfähriger Professor der ETH Zürich hat ihm ein Gefälligkeitsgutachten ins Haus geliefert.

Natürlich wird da grundsätzlich nichts hinterfragt und auch Verfassungsziele wie die nachhaltige Entwicklung oder internationale Klimaverpflichtungen würden da nur stören. Wie noch in den 1970-er Jahren wird ein allgemeines Wachstum von Energieverbrauch, Bevölkerung und Verkehr zugrunde gelegt.

Noch peinlicher wird es dann, wenn die Oberland-Autobahn in die höchste Priorität eingeordnet wird, das heute schon überlastete Brüttiseller-Kreuz aber in der tiefsten Stufe rangiert. Wie das kapazitätsmässig aufgehen soll, weiss vermutlich nicht einmal der Autor. Ähnliche Widersprüche finden sich mehrfach im Bericht.

Ebenso unbrauchbar ist dann noch der gleichzeitig publizierte „Ratschlag“ von EconomieSuisse für eine private Finanzierung von Verkehrsprojekten. Wie das nicht funktioniert und auch für die Verkehrsteilnehmer gefährlich wird, zeigen unsere Nachbarländer Italien und Deutschland leider recht eindrücklich.

Es geht also eigentlich weniger um das Gefälligkeitsgutachten von Professor Weidmann. Herr Rösti hat das Stimmvolk nämlich schon mehrfach hintergangen, so beim Jagdgesetz, bei den Abstimmungen zur Biodiversitätsinitiative und bei der Abstimmung über den Autobahnausbau. Die Frage lautet also viel mehr: Wie lange wollen wir uns noch einen so unredlichen Lobbyisten als Bundesrat leisten?

Medienmitteilung vom 30.10.2025

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03.11.2025

Der sogenannte Weidmann-Bericht schlägt vor, einige Autobahnen aus- und neu zu bauen. Die durchgehende Oberland-Autobahn ist eine davon. Wachstumsprognosen an allen Fronten sind die Grundlage. Das ist ganz im Sinne des Vorstehers des Umwelt-, Verkehrs-. Energie- und Kommunikationsdepartements UVEK, Bundesrat Rösti, der dieses Gutachten genau so bestellt hat.

Abgesehen von groben wissenschaftlichen und verkehrsplanerischen Fehlern im Gutachten liegt das Problem aber hauptsächlich im undemokratischen Verhalten des Bundesrats.

29.07.2025

Das Bundesamt für Strassenbau ASTRA wirkt wie eine aus der Zeit gefallene Einrichtung: Da werden immer noch nach einem prognostizierten Bedarf neue Strassen geplant. Und wie früher wird wider besseres Wissen eine Entlastung vorgegaukelt. Der Verein „Lebensraum Zürcher Oberland LEO“ setzt dieser schädlichen Ideologie eine nachhaltige Mobilitätspolitik entgegen, mit der die primären Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen deutlich besser erfüllt werden können