Aktuelles

29.07.2025

Mobilitätsumbau statt milliardenschwerer Strassenneubau

Das Bundesamt für Strassenbau ASTRA wirkt wie eine aus der Zeit gefallene Einrichtung: Da werden immer noch nach einem prognostizierten Bedarf neue Strassen geplant. Und wie früher wird wider besseres Wissen eine Entlastung vorgegaukelt. Der Verein „Lebensraum Zürcher Oberland LEO“ setzt dieser schädlichen Ideologie eine nachhaltige Mobilitätspolitik entgegen, mit der die primären Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen deutlich besser erfüllt werden können

Offenbar haben Direktor Röthlisbergers Mannen an ihren Schreibtischen noch nichts von nachhaltiger Entwicklung, noch nichts von unserer multiplen Krisenlage gehört und projektieren munter Strassen wie man es in der „guten alten Zeit“ der 1970-er Jahre machte. Ein „Variantenentscheid“ sei gefallen, heisst es. Bei genauer Betrachtung löst sich dann allerdings ob der zahlreichen Unwägbarkeiten des Projekts wieder alles in heisse Luft auf. Und mit jedem zusätzlichen Schritt dürften die Kosten weiter ansteigen und sich langsam aber sicher der 2,5 Milliardengrenze nähern.
Der erste Effekt einer neuen Autobahn ist zwar oft eine leichte Entlastung auf dem bisherigen Netz, aber schon bald führen der zusätzlich ausgelöste Verkehr und die höhere Kapazität zu einer deutlich höheren Belastung der betroffenen Region. Und genau diese zeitverschobene Folge wird vom ASTRA geflissentlich unterschlagen. 
Eine Lückenschliessung wird also im Oberland unweigerlich zu einem erhöhten Verkehrsvolumen beitragen. Insbesondere der Schwerverkehr wird diese Gelegenheit nutzen und bald schon mindestens eine ganze Fahrspur dauerhaft belegen, wie wir das von anderen Autobahnen kennen. Die Gemeinden müssen sich deshalb endlich von der Illusion einer Entlastung lösen und ihre eigene, unabhängige Mobilitätspolitik vorantreiben.
Konkret bedeutet das eine Änderung der Prioritäten: Unsere Dörfer und Städte müssen so gestaltet sein, dass die Einrichtungen des täglichen Bedarfs - vom Lebensmittelladen über die Schule bis zum Arbeitsplatz - zu Fuss oder mit dem Velo gut erreichbar sind. Dafür müssen gut ausgebaute, sichere und attraktive Verkehrsnetze zur Verfügung stehen. Ergänzend dazu kommen benutzerfreundliche Busnetze. Der Allmachtsanspruch des motorisierten Individualverkehrs muss endlich aufgegeben werden.
Es ist deshalb viel sinnvoller, das Problem mit einer Kurzumfahrung Aathal und einem Kurztunnel Unterwetzikon zu lösen und die bestehenden Autobahnabschnitte der A15 zurückzubauen. Dadurch können auch drohende Sachzwänge zum Ausbau des Brüttisellerkreuzes, der A3 und A13 vermieden werden. Ebenso wichtig ist der schon lange ausstehende Ausbau der S-Bahnstrecke zwischen Uster und Aathal. Der Verein LEO schlägt wegen dieser strukturellen Defizite auch vor, das ASTRA zu schliessen und statt dessen ein „Bundesamt für Mobilität“ nach dem Vorbild des Kantons Zürich einzurichten.

Medienmitteilung vom 30.06.2025

Aktuelles

03.11.2025

Der sogenannte Weidmann-Bericht schlägt vor, einige Autobahnen aus- und neu zu bauen. Die durchgehende Oberland-Autobahn ist eine davon. Wachstumsprognosen an allen Fronten sind die Grundlage. Das ist ganz im Sinne des Vorstehers des Umwelt-, Verkehrs-. Energie- und Kommunikationsdepartements UVEK, Bundesrat Rösti, der dieses Gutachten genau so bestellt hat.

Abgesehen von groben wissenschaftlichen und verkehrsplanerischen Fehlern im Gutachten liegt das Problem aber hauptsächlich im undemokratischen Verhalten des Bundesrats.

29.07.2025

Das Bundesamt für Strassenbau ASTRA wirkt wie eine aus der Zeit gefallene Einrichtung: Da werden immer noch nach einem prognostizierten Bedarf neue Strassen geplant. Und wie früher wird wider besseres Wissen eine Entlastung vorgegaukelt. Der Verein „Lebensraum Zürcher Oberland LEO“ setzt dieser schädlichen Ideologie eine nachhaltige Mobilitätspolitik entgegen, mit der die primären Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen deutlich besser erfüllt werden können