Aktuelles

08.01.2025

Unnötiges Kantonsprojekt gefährdet Lückenschluss

Veloförderung ist eine gute Sache. Allerdings hat der Kanton mit dem Projekt „Velobahn Uster-Ost“ die Priorität vollkommen falsch gesetzt. Der ganz unnötige Veloweg-Ausbau gefährdet nämlich den Doppelspur-Ausbau der S-Bahn von Uster nach Aathal. Die „Vereinigung Lebensraum Oberland LEO“ hat deshalb Einwendung erhoben und Vorschläge für dringendere und Lückenschluss-verträgliche Massnahmen gemacht.

8 Millionen Franken wären auch bei einer grundsätzlich unbestrittenen Absicht ein Grund, genauer hinzuschauen. Das hat LEO beim Projekt der Baudirektion für einen Ausbau der Veloverbindung von der Kreuzstrasse bis zur Aathalstrasse getan. Auf 1,1 km soll der bis heute gut funktionierende Weinhaldenweg bis zu einer Breite von teilweise fast 5 Metern ausgebaut werden. Unfälle und kritische Punkte gab es hier aber bisher gar keine. Ganz im Unterschied zur Situation um den Bahnhof, weiter in Richtung Dübendorf und ganz besonders bei der Querung der Aathalstrasse. Und im Projekt ist ausgerechnet diese einzige, wirklich gefährliche Stelle im Umfeld nicht enthalten.

„Es ist uns schleierhaft, weshalb der Kanton ausgerechnet diesen unproblematischen Abschnitt und dann gleich so massiv ausbauen werden will, wo es doch im Raum Uster auf Kantonsstrassen viele für den Veloverkehr gefährliche Stellen zu sanieren gäbe.“ wundert sich LEO-Präsident Paul Stopper. Der unnötige Ausbau vernichte zudem naturnahe Lebensräume und versiegele weit über 1’000 Quadratmeter. Ein weiterer Beitrag des Kantons zur Vernichtung von Biodiversität und zur Siedlungserhitzung.

Zusätzlich würde das Projekt die Schliessung der Doppelspur-Lücke der S-Bahn zwischen Uster und Aathal massiv behindern. LEO-Sprecher Uwe Scheibler doppelt deshalb nach: „Der Kanton will jetzt für viel Geld dem überfälligen, dringend nötigen Doppelspurausbau der S-Bahn zusätzliche Steine in den Weg legen. Da sind offenbar Geisterfahrer am Schreibtisch tätig!“

Medienmitteilung vom 08.01.2025

Aktuelles

25.05.2026

Mit dem Projekt «Velobahn-Ost» ist das kantonale Tiefbauamt auf dem Holzweg: Viel falscher kann man es nicht machen! In Uster gäbe es stattdessen viele Problemsituationen für Velofahrer zu beheben und gefährliche Strecken attraktiver zu machen. Der Verein Lebensraum Oberland fordert einen Verzicht auf diese Fehlplanung.

03.11.2025

Der sogenannte Weidmann-Bericht schlägt vor, einige Autobahnen aus- und neu zu bauen. Die durchgehende Oberland-Autobahn ist eine davon. Wachstumsprognosen an allen Fronten sind die Grundlage. Das ist ganz im Sinne des Vorstehers des Umwelt-, Verkehrs-. Energie- und Kommunikationsdepartements UVEK, Bundesrat Rösti, der dieses Gutachten genau so bestellt hat.

Abgesehen von groben wissenschaftlichen und verkehrsplanerischen Fehlern im Gutachten liegt das Problem aber hauptsächlich im undemokratischen Verhalten des Bundesrats.